Suche
  • Caro

Die besten Bücher von Wiener Autoren, Teil 1

Aktualisiert: 5. Nov.

Wien: Das schöne Leben und große Themen


Herzlich Willkommen (zurück) auf meinem Blog!

Heute möchte ich euch zwei Bücher des 20. Jahrhunderts von Wiener Autoren vorstellen. Ihr könnt junge Menschen begleiten, die in schwierigen Situationen den Blick für die guten Dinge behalten und deren Geschichten humorvoll und spannend erzählt werden.


Hochzeitsreise‘45

1984 von Trude Marzik (zu Lebzeiten wohnhaft in Wien) verfasst


Trude Marzik wurde während eines Bombenhagels in eine Wiener Familie hineingeboren. Trotz dieses lebensbedrohlichen Starts führte sie ein relativ unbeschadetes Leben in dieser furchtbaren Zeit und feierte 1945 ihre Verlobung. In ihrer Autobiographie bekommt man einen detailierten Einblick in das Leben einer Studentin in den letzten Kriegsjahren, die versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen und erzählt, wie sie studiert, ihre Freizeit verbringt und schließlich das Kriegsende erlebt.


Besonders interessant finde ich folgende Aspekte:

  • Studentenleben in Wien während des 2. Weltkriegs

  • Die alltäglichen Kleinigkeiten der Menschen damals

  • Den Spaß und die Freizeit der Wiener Studenten

  • Familie, Freundschaft & die große Liebe

Zwischenstationen

1999 von Vladimir Vertlib (wohnhaft in Wien und Salzburg) verfasst




Vladimir Vertlib wurde in Russland geboren und verbrachte seine Kindheit in verschiedenen Ländern. Mit 15 Jahren kam er nach Österreich, wo er dann auch den Roman Zwischenstationen verfasste, der somit der österreichischen Migrationsliteratur zuzuordnen ist.


Der Roman begleitet einen Mann, der wie Vladimir Vertlib aus Russland stammt, auf seinem Lebensweg. Mit 5 Jahren gelingt es ihm mit seiner Familie aus der damaligen Sowjetunion auszureisen und ein neues Leben zu beginnen. Ihr Weg führt sie dabei über mehrere Kontinente. Besonders nett finde ich, dass der Roman zu Beginn aus der Sicht eines kleinen Buben erzählt wird. Man begleitet ihn bei lustigen Begebenheiten und durch schwierige Zeiten. Seine Familie ist unter anderem mit Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit konfrontiert. Trotz dieser Themen ist der Roman aus der Sicht einer Person geschrieben, die das Leben nicht zu schwer nimmt.


Besonders interessant finde ich folgende Aspekte:

  • Das Leben einer russisch- ukrainisch- jüdisch- sowie nichtjüdischen Migrantenfamilie in Wien

  • Eine Kindheit auf mehreren Kontinenten

  • Das Leben in der Sowjetunion

  • Die Suche nach einem Zuhause

  • die Geschichte mehrerer Generationen einer Familie


Es war unglaublich interessant, aus den Perspektiven dieser zwei jungen Menschen über Wien zu lesen! Ich hoffe, dass ich das Interesse des ein oder anderen wecken konnte :)


Liebe Grüße aus Wien <3






209 Ansichten0 Kommentare